Unsere Kirchgemeinde

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Andacht

Liebe Geschwister,

die Weihnachtszeit ist ja nun spätestens seit Aschermittwoch endgültig vorüber. Es beginn die Passions- oder auch Fastenzeit. Eine Zeit, in der Menschen oder zumindest Christen eher mal tiefergehend nachdenklich oder auch stiller werden. Wesentliches bedenken und nachhaltigen Dingen auf den Grund kommen, ist wohl ein erstrebenswertes Ziel für die Wochen bis Ostern und das eigene Leben danach. Obgleich es ja keine “Geschenke-Zeit” ist, habe ich für uns 2 besondere Texte für diese Zeit von meinem Franzikus-Bruder Friedrich Giglinger aus der Franziskusgemeinschaft in Pinkafeld im österreichischen Burgenland, die einzeln oder auch nacheinander wie ein Geschenk helfen können, dass “Anders leben” nicht nur in der Fastenzeit gelingen kann.

Es gibt sicher viele Dinge im Leben, auf die wir gut und gerne verzichten und die wir auch eigentlich niemandem wünschen wie Krankheit, Not , Krieg … aber hier nun ein besonderes Fastendankgebet:

Lieber Gott, ich danke Dir heute für Dinge, die ich nicht habe. Ich danke Dir, dass ich nicht viel Geld habe. Ich müsste mir sonst den Kopf zerbrechen, wie ich es gut anlege; ich müsste mich ängstigen, dass es wertlos wird. Ich danke Dir, dass ich keinen wertvollen Schmuck, keine teuren Teppiche und Gemälde, überhaupt nichts Kostbares im Haus habe. Es würde Diebe anlocken, die es samt Tresor stehlen könnten. Ich danke Dir, dass ich kein Unternehmer, Boss oder Chef bin. Er muss ständig befürchten, den Umsatz nicht mehr steigern zu können und Pleite zu machen. Ich danke Dir, dass ich nicht berühmt bin. Promis müssen immer in Form sein, Autogramme geben und auch dann lächeln, wenn ihnen zum Weinen ist. …

Steig aus dem Bett mit dem Gebet: Danke für den neuen Tag! Dann wasch Dich mit einer Handvoll Freude. Kleide Dich mit dem Glauben an das Gute. Schau Dich solange im Spiegel an, bis Du über Dich selbst lächeln kannst. Riech am Kaffee der Überraschungen. Kaue langsam das Brot, das Du Dir heute verdienen musst. Setz Dir den Hut des Vertrauens auf und klopfe Dir selbst auf die Schulter mit den hoffnungsvollen Worten: Heute bin ich wahnsinnig in Form! Und geh nicht außer Haus, ohne eine Zärtlichkeit zurückzulassen.

Wenn das gelingt und erfüllt, dann gibt es einen frohen, ermutigenden Start. Dafür und dazu wünsche ich Ihnen/Euch und uns allen glückliches Gelingen auch über die Fastenzeit hinaus

Ihr Pfarrer Johannes Käßler