Unsere Kirchgemeinde

Hallo und herzlich Willkommen auf der Internetseite der Kirchgemeinde Euba.

Andacht

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

wenn ich unterwegs bin und dann an verschiedenen Orten auch Kirchen anschaue, ist ein sehr interessanter Einrichtungsgegenstand immer auch der Taufstein.
Neben anderen verschiedenen künstlerisch gestalteten Kirchenraumteilen wie Altar, Orgel, Deckengewölbe, Raumaufteilungen oder Bemalungen spricht gerade der Taufstein die besondere Glaubenssprache. Das geht mir auch in Euba selbst so. Wie es auch unser Titelbild darstellt.

Da ist zum einen das Alter und die Geschichte, die uns mit der alten Eubaer Kirche verbinden. Zum Zweiten ist es der feste Standort mitten in der Kirche, unverrückbar. Und nicht zuletzt die Größe und figürliche Gestaltung spricht von der Bedeutung und Wertigkeit und Einordnung der Taufe im Leben von Menschen.
Ich versuche, diese Sprache zu hören und verstehen zu deuten. Die Taufe will mich ein Stück aus dem Verlorensein des „alten“ Lebens herausholen. Dass es ein Stein ist, verspricht eine Verlässlichkeit in die Verheißung Jesu, die in der Taufe am Menschen geschieht.
Offen zum „Himmel“ zeigt der Taufstein eine Bereitschaft sich füllen zu lassen. Die Figuren zeigen, das Menschen oder kindhaft engelähnliche Geschöpfe diese Lebensgabe der Taufe durch ihr Dasein und Bereitsein stützen, mittragen, im Leben halten.
Das Wasser, das dabei dann fließt, will den Menschen beleben und erfrischend erneuern. Dabei ist die Grundform unseres Taufsteines in Euba zugleich auch eine Erinnerung an das Heilige Abendmahl – wie ein Kelch.
Bei diesen Betrachtungen wird nun bewusst, dass gerade die Osterzeit(Osternacht, Ostermorgen) aber besonderes auch der 1. Sonntag nach Ostern in der Tradition der Kirche oft der exemplarische und bevorzugte Tauftermin war und manchmal auch heute sogar noch ist.
Der 1. Sonntag nach Ostern trägt sogar den Namen Quasimodogeniti d.h. übersetzt: „Wie die neugeborenen Kinder“. Damit rücken wir mit unserer Taufe ganz in die Nähe Jesu, seiner Auferstehung zum neuen, grenzenlosen Leben.
Das hält dann dem Druck, der Welt, den Ängsten und Sorgen stand und ermächtigt zur Hoffnung, wie der Wochenspruch 1. Petrus 1,3 ausspricht: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“

Ich lade Sie herzlich ein. Kommen Sie ruhig einmal schauen und hören auf die Botschaften unseres Taufsteins.

Ihr Pfarrer Johannes Käßler

Gemeindewanderungen

Am Ostermontag, den 9. April laden wir herzlich zur Gemeinde-Wanderung „Rochsburg-Mulden-und Brauselochtal“ ein.
Abfahrt ist um 09:30 Uhr am Pfarrhaus Euba.
Zum Mittagessen besteht die Einkehrmöglichkeit in der “Höllmühle”. Zum Abschluss ist ein gemeinsames Kaffeetrinken in Rochsburg geplant. Um das Mitbringen von Kaffee und Kuchen wird gebeten.

Unsere Schwesterkirchgemeinde St. Andreas lädt ebenfalls herzlich zu einer Wanderung ein. Am Pfingstmontag geht es „Rund um Grünhainichen“ – Länge der Strecke: etwa 12 km. Nähere Informationen dazu gibt es etwa zwei Wochen vorher durch Aushänge oder im Pfarramt.

"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."

2. Kor. 12,9 Losung für das Jahr 2012

Jahreslosung 2012

Ein neues Jahr beginnt. Was liegt da nicht näher, als zu hoffen oder zu wünschen, dass einiges/manches anders oder sogar besser wird!? Da liegt es auch nahe, nach Personen Ausschau zu halten, die geeignet sind, etwas in Bewegung zu bringen. Ideen sollten sie haben, Kraft, Durchsetzungsvermögen; eine Stimme, die gehört wird; Erfahrung, Lockerheit und Coolness, dabei auch Einfühlungsvermögen und Mut … Die Erwartungsliste lässt sich erweitern.

Das ist aber so ganz und gar nicht neu, denn denselben Erwartungen sieht sich auch schon Paulus gegenüber, wie es uns der 2. Brief an die Gemeinde in Korinth schildert. Ganz genau haben sie ihn unter die Lupe genommen und geprüft.
„Du willst ein Erfolgsmensch sein? Du trittst an, Neues zu begründen, Probleme und Fragen zu lösen, die die moderne Zeit in einer Weltstadt mit vielen verschiedenen Kulturen so aufwirft? Zeig dein Gesicht und deine Referenzen, ob du besser bist als wir und unser Elan!“
Paulus stellt sich dieser Herausforderung, schließlich ist er in Korinth quasi wie zu Hause. Er hat ja diese Gemeinde der Christen dort mitbegründet, auch wenn er aus dienstlichen, missionarischen Gründen schon ein paar Jahre nicht mehr da war, aber sie ist ja doch wie „sein Kind“. Wenn dann, modern wie es dort zugeht, verschiedenste Menschen kommen und gehen und manche sich sogar als neue Apostel feiern lassen, verlangt das nach einer Antwort und Stellungnahme.
Antworten, die passen, auch für die Moderne und Zukunft und die sich Gehör verschaffen.
So legt Paulus los: „Wenn Ihr so anfangt, von der Größe Eurer Erfahrungen und Kenntnisse zu reden, um meine Kompetenz in Frage zu stellen, das kann ich auch (obgleich das, mal ehrlich, eine anmaßende Dummheit ist). Aber ich kann es! Wenn ich also von Größe rede, so tue ich es, wie schon früher; es ist wahre Größe, dass Einer alle Schuld (aller Welt) auf sich nimmt, sich dafür zum Tod verurteilen lässt, stirbt und mit seiner Auferstehung sogar den Tod — das Todesurteil —überwindet und aufhebt. Der hat mir zugemutet und den Auftrag erteilt, davon zu reden und mich mit meinem Leben, meiner Person, mit meiner Karriere dem Spott, der Verachtung und Feindschaft von erfolgsorientierten Besserwissern auszusetzen, ja selbst körperlich, gesundheitlich Schaden hinzunehmen. Das tue ich.
Und wenn Ihr nun fragt (wie Ihr es ja auch tut), was daran Größe und innovativ ist, dann sage ich Euch Seine Antwort:
„Lass dir an meiner Gnade genügen; meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“
Was ist nun wahre Größe? Ängste, Niederlagen, Grenzen zugeben und eingestehen und dabei mir selbst und anderen den Versuch zu Neuanfängen, zum immer wieder Beginnen zugestehen.
Das ist nicht die universale Lösung, sondern ihr steter Anfang. Das wünsche ich auch Ihnen, uns allen, für das Neue Jahr 2012!

Ihr Pfarrer Johannes Käßler